Daunen - Ein Wunder der Natur

17.03.2016 00:00

Unterschied zwischen Daunen und Federn

Federn sind eine eigene Gattung und weisen eine komplett andere Struktur als Daunen auf. Die Feder hat einen länglichen und gebogenen Kiel. Er gibt der Feder eine gewisse Stabilität, ist aber dank seiner enormen Elastizität auch für ihre «federnde» Wirkung verantwortlich. Im Unterschied zu Daunen eignen sich Federn daher ideal als Füllmaterial für Kissen, wo sie den Kopf angenehm weich abfedern, aber auch gleichzeitig die gewünschte Stabilität im Nacken bieten. Daunen kommen dagegen in Duvets zum Einsatz, wo sie für einen optimalen Wärme- und Feuchtigkeitshaushalt (Schlafhöhlenklima) sorgen. Dabei sind sie angenehm leicht und extrem belastbar. Eines ist allerdings für Federkissen wie für Daunenduvets wichtig: Beide sollten morgens richtig aufgeschüttelt werden, um lange ihre Form zu behalten. Daunen wachsen unter dem äussersten Gefieder von Wassergeflügel wie Gänsen und Enten und schützen sie dank der eingeschlossenen Luftpölsterchen vor Kälte und Nässe. Die exklusivsten Daunen stammen von der in Island lebenden Eiderente. Ihre Daunen haben das beste Wärmerückhaltevermögen bei dem geringsten Gewicht. Da die Eiderente unter Artenschutz steht, dürfen nur die in ihrem Nest zurückgelassenen Daunen gesammelt und für die Produktion von Bettwaren genutzt werden. Diese Exklusivität spiegelt sich natürlich auch in ihrem Preis wider.

Daunen und Federn sind für Vögel der natürliche Schutz vor Kälte. Die Menschen machen sich die einzigartigen Eigenschaften dieses Naturproduktes seit Jahrtausenden zunutze. Trotz modernster wissenschaftlicherErkenntnisse sind die Wärmespeicherung, Atmungsaktivität und Belastbarkeit von Daunen immer noch erstaunlich.

Schon seit Tausenden von Jahren nutzen die Menschen die wärmenden Eigenschaften von Daunen und Federn. Bereits die Kelten und Römer erkannten die Qualitäten dieses nützlichen Nebenproduktes der Federtierhaltung und füllten damit ihre Bettwaren. Besonders die enorme Isolierfähigkeit und Atmungsaktivität im Verhältnis zum leichten Gewicht zeichnen Daunen aus.

Trotz modernster Technologie konnte bisher kein Material entwickelt werden, das diese Eigenschaften in gleicher Qualität erfüllt und darüber hinaus auch noch vollständig biologisch abbaubar ist. Innerhalb von zwei bis sechs Monaten verwandeln sich Federn und Daunen in Kompost und können als natürlicher Dünger verwendet werden. Im Vergleich dazu verstreichen 200 bis 400 Jahre, bis ein synthetischer Stoff wie Polyester vollständig abgebaut ist. Entsprechend erfolgreich haben sich Daunen als natürliche und qualitativ hochwertige Füllung von Bettwaren, Jacken oder Schlafsäcken durchgesetzt.

Wärmespeicher in der Nacht

Daunen sehen wie feine Schneeflocken aus. Aus dem kaum sichtbaren Kern wachsen strahlenförmig seidenweiche Daunenbeinchen mit unzähligen feinsten Verästelungen heraus. Diese feinen Härchen verhaken sich ineinander und bilden dabei viele kleine Luftkammern. Da die Luft ein sehr guter Isolator ist, wird die in der Nacht vom Körper abgegebene Wärme von den Daunen aufgenommen und gespeichert. So schützt das Daunenduvet vor Kälte und bietet eine angenehme Schlaftemperatur. Bei einem Gewicht von 1 – 2mg pro Daune (für ein Kilogramm braucht es über eine Million Daunen) ist das Verhältnis von Isolierfähigkeit und Gewicht im Vergleich zu anderen Materialien unerreicht.

Auch nach Jahren noch formbeständig

In einem Fingerhut lassen sich rund 1000 Daunen zusammenpressen. Lässt man sie los, entfalten sie sich wieder zu ihrem ursprünglichen Volumen. Der gleiche Effekt tritt morgens beim Aufschütteln von Daunenbettwaren ein. Die während der Nacht zerknautschte Decke kehrt dabei wieder zur ihrer ursprünglichen Form zurück. Diese so genannte Bauschkraft sorgt dafür, dass sich immer wieder die für die Wärmeisolation wichtigen Luftkammern innerhalb der Daunen bilden.Ihre Elastizität und Formbeständigkeit ermöglichen, dass Daunen auch bei grossen Belastungen keinen Schaden nehmen. Damit erklärt sich auch die hohe Lebensdauer der Daunenduvets von bis zu acht Jahren.

Atmungsaktiv für angenehmes Schlafhöhlenklima

Erholsamer Schlaf braucht optimale Rahmenbedingungen. Ideal ist, wenn es der Schlafende schön warm hat, er dennoch nicht schwitzt und sich unter der Bettdecke keine Feuchtigkeit sammelt. Der Mensch gibt pro Nacht bis zu 1,5 Liter Flüssigkeit ab, bei starkem Schwitzen sogar deutlich mehr. Die Flüssigkeitsabgabe ist lebensnotwendig, da sich der Körper über die Haut in der Nacht entgiftet. Circa ein Drittel dieser Feuchtigkeit wird von der Unterlage aufgenommen und zwei Drittel verdampfen nach oben. Die Aufgabe der Bettdecke ist es, die abgesonderte Flüssigkeit aufzunehmen, ohne dass sie sich danach feucht anfühlt und als unangenehm empfunden wird. Daunen nehmen diese Feuchtigkeit auf und geben sie im Laufe des Tages wieder ab. Dieses optimale Zusammenspiel zwischen Feuchtigkeitsaufnahme und Feuchtigkeitstransport sorgt für das richtige Schlafhöhlenklima und beschert uns einen angenehmen Schlaf.

Atmungsaktiv für angenehmes Schlafhöhlenklima

Daunen wachsen unter dem äussersten Gefieder von Wassergeflügel wie Gänsen und Enten und schützen sie dank der eingeschlossenen Luftpölsterchen vor Kälte und Nässe.


Die exklusivsten Daunen stammen von der in Island lebenden Eiderente. Ihre Daunen haben das beste Wärmerückhaltevermögen bei dem geringsten Gewicht. Da die Eiderente unter Artenschutz steht, dürfen nur die in ihrem Nest zurückgelassenen Daunen gesammelt und für die Produktion von Bettwaren genutzt werden. Diese Exklusivität spiegelt sich natürlich auch in ihrem Preis wider.


Eine Daune hat rund zwei Millionen lauschige Daunenbeinchen, die verzahnt ineinandergreifen. Dadurch entstehen unzählige kleine Luftkammern, die die herausragende Wärmespeicherung der Daune ermöglichen.

Quelle: Verband Schweizer Bettwarenfabriken (VSB)
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Hilfreiche Informationen rund um mit Daunen und Federn gefüllte Bettwaren sowie weitere Ausgaben der Fachinformation finden Sie auf unserer Website: www.vsb-info.ch.
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